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Still 
Eine persönliche Auseinandersetzung zum Thema Introvertiertheit, Performance Zürich, Dezember 2024

Still.

Ich höre etwas, was du nicht hörst.

 

Still.

Ich sehe etwas, was du nicht siehts.

 

Still.

Ich fühle etwas, was du nicht fühlst.

Das Knirschen deiner Gedanken und Gespinste.

Das Klacken deiner Wimpern in deiner Unsicherheit.

Das Donnern des Schauderns auf deiner Gänsehaut.

 

Das Rumpeln der Brotkrumen neben dem Tellerrand

bei deren Verträumen zu Luftschlössern.

Das Krachen beim Zerbröseln ebendieser.

 

Das Knarren der Wolken, aufgespannt am Himmelsrund.

Das Flattern ihrer Schatten auf dem sommerheissen Teer,

jauchzende Glieder der sich formenden Freundeswesen.

 

Das Grännen ihrer Regentropfen,

wenn sie sich zu Tümpeln und Enttäuschungen sammeln,

rauschend das Fenster herabrinnen.

 

Das Seufzen des Schnees,

wenn er sich auf die herbstmüde Matte legt,

erleichtert, endlich angekommen zu sein.

 

Still.

Soviel mehr als

einfach nur

Still.

Wie oft hast du schon gedacht, dass jemensch komisch ist, weil mensch so still ist?

Wie oft hast du schon gedacht, dass du komisch bist, weil du so still bist?

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